Die Mindestlohndebatte ist voll entbrannt

Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek stellt sich hinter die Forderung von Arbeiterkammer und ÖGB nach einem Mindestlohn von 1.300 Euro, und siehe da, plötzlich wird das Thema in den Medien heiß diskutiert. Das BZÖ, die FPÖ und die Grünen sind dabei grundsätzlich für den Vorschlag, die ÖVP eher dagegen.

Fakt ist: Jeder zehnte berufstätige Mann und sogar jede zweite berufstätige Frau in Österreich kommt nur sehr eingeschränkt oder gar nicht mit dem monatlichen Einkommen aus. 250.000 Menschen sind armutsgefährdet, obwohl sie arbeiten. Ist da eine Erhöhung der Gehälter vor allem in Niedriglohnbranchen nicht ohnehin Gebot der Stunde?

Fritz Amann von der WKÖ gaubt das nicht und meint:

“Löhne lassen sich nicht politisch verordnen. Außer man möchte die Arbeitslosenzahlen in die Höhe treiben. Darauf läuft es hinaus, wenn man Betriebe durch überzogen Forderungen in den Ruin treibt”.

Interessanterweise gibt es laut der Frauensprecherin der Grünen, Judith Schwentner, aber bereits in 20 von 27 EU-Staaten einen gestzlich festgelegten Mindestlohn. Ist das vielleicht der Grund, warum Europa nicht mit der wirtschaftlichen Entwicklung von China mithalten kann? Sapperlot! Was für wunderbare Perspektiven für die Arbeitnehmer entgehen uns da nur.

Foto: Phreak 2.0

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